Big Ramp Tuning

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2002 hatte ich einen Fretless nach meinen Ideen konzipiert: Matt lackierter Erle Korpus, Ahornhals mit Palisandergriffbrett, einen splitbaren Humbucker in der hinteren Position, fertig. Den hatte ich ein paar Monate, dann kam einer wegen einer Reparatur rein, der sah ihn, spielte ihn an, und legte spontan Cash auf den Tisch. Tja! Weg war er. Ich hab dann noch so ein paar in diesem Stil gebaut.



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2016 spazierte ein junger Jazz-Bassist bei mir rein und packte genau diesen Bass aus. Wow! Er hatte ihn meinem alten Kunden abgekauft. Und hatte spezielle Ideen:

Eine Ramp vom Griffbrettende bis hin zum Bridge-Pickup. Und in der Ramp bitte noch einen Halstonabnehmer für mehr Klangfülle. Klar, wird gemacht!

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Das war ein Job für Chris von Bassculture, der den Humbucker damals angefertigt hatte. Der sollte die Ramp mit dem integrierten Hals-Tonabnehmer bauen. Ich schickte ihm den ganzen Bass. Magnus, der das Instrument seinerzeit für mich gebaut hatte, zog ein Stück Palisander aus einer Ecke, haargenau in der gleichen Farbe. Daraus fräste Chris die Ramp.

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Es kam eine neue passive Klangregelung rein, auch wieder mit Push-Pull für die Funktion Single-Coil-Humbucker auf dem Bridge Pickup. Der zusätzliche unsichtbar montierte Neck Humbucker bringt einen Preci-Sound ins Bild. Die schwarzen Nylon-Flats von Pyramid geben dem Bass einen sehr authentischen Kontrabass-Klang. Yup! Der hat jetzt alles, was man in einer Big Band so braucht.

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einmal ohne-einmal mit.

Mittlerweile machen wir diesen Fretless-Typ auch mit Korpus aus Kaya Mahagoni. Das singt noch schöner als Erle….!

Bert Gerecht